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News im Februar 2017 - Arsen im Reis

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Arsen im Reis: Gefahren minimieren

Nicht nur Ökotest warnt: In Reis findet sich sehr häufig anorganisches Arsen, das in größeren Mengen krebserregend ist und Gefäße und Nerven schädigt. Auch Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können davon ausgelöst bzw. beschleunigt werden.

Wie es da hinein kommt? Zunächst ist anorganisches Arsen tatsächlich ein natürlicher Bestandteil des Bodens. Die ungesunde Menge jedoch gerät vor allem durch das Grundwasser in die Pflanzen, denn dieses ist in den Anbaustaaten oft stark belastet. Und da Reis in Wasser stehend wächst, nimmt er Arsen schnell und in größeren Dosierungen auf. Darauf wurde seitens deutscher Behörden übrigens nicht erst jetzt, sondern bereits 2015 mehrfach hingewiesen.

Nur als Anhaltspunkt: Der auf dem Weltmarkt angebotene Reis enthält zwischen 20 und 900 Mikrogramm Arsen pro Kilogramm Reis. Der Test von Ökotest ergab Belastungen bis rund 150 Mikrogramm. Der von der EU festgelegte Höchstwert im Trinkwasser beträgt 10 Mikrogramm pro Liter!

Betroffen sind nicht nur diverse Reissorten, sondern auch Produkte wie Reiswaffeln, Reisflocken und Reisbrei für Kleinkinder.

Offenbar war von allen Reissorten Basmatireis am wenigsten mit Arsen belastet. Vollkornreis - eigentlich die gesündeste Reisversion, weil sich gerade in den Außenschichten die meisten Vitamine befinden, ist dagegen stärker belastet als weißer Reis. Denn blöderweise bleibt in den Außenschichten eben auch das meiste Arsen hängen. Asiatischer Reis weist übrigens generell mehr Arsen auf als europäischer.

Was tun?
Es wäre Unsinn, komplett auf Reis zu verzichten. Aber man sollte bestimmte Vorsichtsmaßnahmen einhalten.
So ist es ratsam, vor allem bei kleinen Kindern immer wieder mal auf Alternativen wie Mais, Hirse oder Buchweizen zurückgreifen.

Und man kann den Arsengehalt auch selber reduzieren. In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass die Zubereitung einen starken Einfluss auf den Arsengehalt hat. Klassisch gekocht im Verhältnis 1 Teil Reis zu 2 Teilen Wasser blieb der Arsengehalt nahezu gleich. Aber schon beim Verhältnis 1:5 halbierte sich das Arsen. Es wurde regelrecht ausgewaschen.
Und auch wenn es Hobbyköchen die Haare zu Berge stehen lässt: Je mehr Wasser beim Reiskochen verwendet wird, desto stärker sinkt offenbar der Arsengehalt.

Ganze 80 Prozent Arsen waren verschwunden, wurde der Reis über Nacht eingeweicht, dann so lange ausgespült, bis das Wasser klar war und schließlich im Verhältnis 1 zu 5 gekocht.

Quellen: Ökotest, Verbraucherzentrale.de, focus.de, n-tv

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