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News im Februar 2017 - Werbung für Lebensmittel macht Kinder dick

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Studie bestätigt: Werbung für Lebensmittel macht Kinder dick

Es ist eines, bestimmte Zusammenhänge zu ahnen. Es ist aber etwas vollkommen anderes, diese tatsächlich auch wissenschaftlich nachzuweisen.
So auch in Sachen Lebensmittelwerbung. Dass sich gerade Kinder dadurch besonders leicht zum Pausen-Schokoriegel mit süßen Softdrink verführen lassen, klingt plausibel.

Und es ist in Wahrheit noch schlimmer.

Denn zu allem Überfluss gibt es eine freiwillige Selbstverpflichtung der Hersteller, hier - also im Zusammenhang mit Kindern - besonders verantwortungsvoll mit ihrer Werbung umzugehen. Was, wie eine neue Langzeitstudie der EU beweist, genauso gut funktioniert wie beispielsweise das Einhalten von Tempo 80 auf einer freien Autobahn.

Folge: Kinder lassen sich insbesondere im Bereich von zucker- und fettreichen Lebensmitteln durch Werbung verführen. Schokoriegel, Softdrinks, aber auch Chips, Burger, Big Macs und Co stehen ganz oben auf der Gefährderliste. Vor allem kleine Kinder, so der Koordinator der Studie, können Werbung nicht von Wirklichkeit unterscheiden und sind ihr daher schutzlos ausgeliefert.

Alarmierend waren in diesem Zusammenhang drei Erkenntnisse:

Erstens: Selbst hochgradig gesundheitsbewusste Eltern konnten ihre Kinder nicht vor aggressiv  beworbenem Junkfood schützen. Hier kommt mit Sicherheit ab einem bestimmten Alter auch noch der Gruppenzwang hinzu. Wer dies oder jenes Trendprodukt nicht konsumiert, ist ganz schnell out.

Zweitens: Über alle untersuchten Ländergrenzen hinweg waren Kinder aus sozial schwachen Familien besonders gefährdet. Sie sind doppelt so häufig übergewichtig wie Kinder aus Familien mit höherem sozialem Status und höherem Bildungsniveau.

Drittens: Trotz der beschriebenen Selbstverpflichtung der Industrie waren 90 Prozent der Lebensmittel, die Kindern werblich nahe gelegt wurden, gemäß den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO überhaupt nicht für Kinder geeignet. Nur 29 von 281 untersuchten Produkten entsprachen den Anforderungen.

Die Industrie macht sich ganz offenbar wenig Sorgen um ihre eigenen Versprechen. Ob da strengere Gesetzesauflagen, wie sie die Forscher fordern, tatsächlich helfen würden, wäre abzuwarten. Doch vorerst bleibt dies Wunschdenken. Denn unser aktueller  Minister für Ernährung setzt weiter auf freiwillige Vereinbarungen.

Quelle: debinet

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