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Aktuelle News Mai/Juni 2016 - Gesundheits-Apps unter der Lupe

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Gesundheits-Apps: Blindes Vertrauen in Software?
Studie der Bundesregierung macht skeptisch

Wir vertrauen immer mehr Teile unseres Lebens Computern und Software an. Autofahren ohne Navi? Für Menschen unter – sagen wir – Vierzig fast unmöglich. Mal einen Tag ohne Smartphone, Tablet, Facebook oder Whatsapp? Katastrophe!
Man ist vernetzt, verbunden, verkabelt. Rund um die Uhr und rund um den Planeten. Und: Man vertraut all diesen Programmen und Apps zunehmend blind.

Das gilt auch für die Flut neuester Gesundheits-Apps. Nicht der gesunde Menschenverstand, sondern das Handy weiß natürlich besser, wann und wie lange man schlafen sollte, sich bewegen, essen, Blutdruck messen und vieles mehr. Die App zählt jeden Schritt eines Tages, errechnet Kalorienverbrauch, Fitnesszustand und wasweißichnochalles. Blitzschnell. Ein Tipp mit dem Finger aufs Display genügt.
Toll, sagen die einen. Muss ich nicht mehr selber denken, beobachten, aktiv planen. Müll, sagen die anderen. Ich lasse mir doch nicht von einem Programm vorschreiben, was ich wann zu tun und zu lassen habe. Von der Datensicherheit und der vollkommenen Transparenz meines Tuns einmal ganz abgesehen.

Die Wahrheit liegt, wie fast immer, in der Mitte. So hat eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie festgestellt, dass das gravierendste Problem mit diesen Apps das Fehlen gültiger Standards ist. Jeder App-Entwickler programmiert da ganz eigene Algorithmen zur Erfassung der Grenzwerte und Verhaltensvorschläge, Empfehlungen und Messwerte.

Und so kommen Fehlinformationen zustande, die den App-Nutzer oft in falscher Sicherheit wiegen. Blutdruck 120 zu 80? Super, bin kerngesund! 5.000 Schritte heute? Top, bin fit wie ein Turnschuh!

Doch was, wenn die Angaben nicht stimmen oder unpräzise sind?  

Die Studie hat gezeigt, dass verlässliche und sichere Gesundheits-Apps tatsächlich „... eher die Ausnahme als die Regel“ sind!
Aber da es derzeit keine Orientierunghilfen gibt, welche App vertrauenswürdig und zuverlässig ist und welche nicht, fordert das Bundegesundheitsministerium nun auf Grundlage dieser Studie sichere europäische Standards.

Doch solange diese nicht existieren, bleibt dem Nutzer bei der Wahl seiner Gesundheits-Apps nur eines: sein Bauchgefühl. Aber wahrscheinlich gibt es auch dafür bald eine App, die ihm dieses Gefühl dankenswerterweise abnimmt..
Quelle: Spiegel online

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